Freitag, 11. Dezember 2009

Nordland 2009 - durch Polen heimwärts

73. Tag Dienstag, 21. Juli 2009

Abfahrt: Lembazu, 8:30 Uhr
Ankunft: Magdalenowa, 17:00 Uhr
Tageskilometer: 472
Route: E 67, Lembazu – Grenze Polen
Str. 8, Grenze Polen – Slobodka
Str. 651, Slobodka – Sejny
Str. 653, Sejny - Magdalenowa
Besichtigungen ---
Übernachtung: Magdalenowo, Camping
Wetter: Regen, 16 Grad

Bei Regen und starkem Wind haben wir uns beschlossen, einen Fahrtag einzulegen. In Polen sind wir Richtung Sejny gefahren und von dort aus nach Wigry. Die Strecke war wunderschön. Das Grenzgebiet zu Litauen ist von Landwirtschaft geprägt. Die Orte und Häuser waren blitzsauber. Die Landschaft schön gestaltet. Der weißblaue Himmel dazu, ließ uns an vergangene Sommer unserer Kindheit denken. Es roch ein wenig nach Landwirtschaft – dies gehört in diese Landschaft. In Wigry fanden wir einen kleinen schnuckeligen Campingplatz am See. Von dort aus könnte man auch schöne Paddeltouren unternehmen.



74. Tag Mittwoch, 22. Juli 2009

Abfahrt: ---
Ankunft: ---
Tageskilometer: ---
Route: ---
Besichtigungen Wigry, Klosteranlage
Übernachtung: Magdalenowo, Camping
Wetter: sonnig, 26 Grad

Morgens um 8:00 hörte man Trompetenklänge über dem See. Sehr romantisch. Vormittags sind wir zum Kloster gewandert. Vor dem Kloster sind viele Stände aufgebaut. Das Kloster selbst ist heute Hotel. Vor der Anlage befindet sich ein Steg, an dem ein Ausflugsboot die Touristen mit auf der „Papstroute“ über den Wigry-See ablegt. Auf dem See ist Papst Johannes Paul II. in seinen Jugendjahren schon gepaddelt. Franz hat heute auch im See gebadet. Schließlich muss man ja dort baden, wo der Papst schon mal gebadet hat.

75. Tag Donnerstag, 23. Juli 2009

Abfahrt: Magdalenowo, 9:00 Uhr
Ankunft: Mikolaiki, 12:00 Uhr
Tageskilometer: 147
Route: Str. 653, Wigry – Olecko
Str. 65, Olecko – Elk
Str. 16, Elk - Mikolaiki
Besichtigungen Mikolaiki
Übernachtung: Mikolaiki, Camping Wagabunda
Wetter: sonnig, 35 Grad

Letzte Nacht gab es Gewitter. Es frischte nicht wirklich ab. Von Magdalenowo gings westwärts über Suwalki nach Olecko. Die Landschaft ist hügelig, landwirtschaftlich genutzt. Ab Olecko fuhr man durch dichte Wälder. Auf einem Parkplatz begegneten wir einer Mutter mit ihren vier Kindern, die im Wald 2 Eimer und 1 Einkaufstüte mit Pfifferlingen ins Auto schaffte. Sie hatte sie im Wald gefunden – anscheinend im Unterholz, weil die Kleidung sehr nass und schmutzig bis zu den Knien war. Gegen Mittag erreichten wir Mikolaiki. Vor vier Jahren waren wir schon mal auf dem Campingplatz. Franz meinte sich daran zu erinnern, wo man abbiegen müsse. Er ist zu früh abgebogen – wir fanden uns auf der Uferpromenade wieder. Die Leute haben ein wenig verwundert geschaut. Gottlob gab es eine schmale Querstraße in Richtung Campingplatz, die wir nahmen. Der Campingplatz ist sehr gut besucht. Gegen Abend machten wir uns trotz Hitze auf den Weg in den Ort. Bei italienischer Atmosphäre bummelten wir entlang der Hafenpromenade. Das Abendessen nahmen wir in südlichem Ambiente – umrahmt von Panflötenmusik – ein. Der Himmel bewölkte sich zwar, es blieb jedoch sehr schwül und heiss.
76. Tag Freitag, 24. Juli 2009

Abfahrt: Mikolaiken, 9:00 Uhr
Ankunft: Pieniezno, 15:00 Uhr
Tageskilometer: 148
Route: Str. 16, Mikolaiken – Mragowo
Str. 591, Mragowo – Wilkowo
Örtliche, Wilkowo – Reszel
Str. 590, Reszel – Wandajny
Str. 592, Wandajny – Bartoszyce
Str. 512, Bartoszyce - Pieniezno
Besichtigungen Reszel, Ort und Schloss
Übernachtung: Pieniezno, Intercamp
Wetter: wolkig, 22 Grad

Ganz wenig hat es letzte Nacht geregnet. Die Schwüle wurde damit auch nicht vertrieben. Von Mikolaiki gings heute über Mragowo nach Reszel. In Reszel besichtigten wir die Altstadt und das Schloss. Über die Renovierung des Schlosses wurde schon im Fernsehen bei uns berichtet. Das machte neugierig.

Vom Turm aus konnte man einen schönen Blick über die Stadt und die Umgebung genießen. Beim Mittagessen trafen wir Schweizer in einer Tracht. Vom Turm aus dachte Franz, das wäre eine polnische Folkloregruppe. …Reingelegt….. Über Bartoszyce fuhren wir nach Pieniezno. Wir entdeckten in einer Wiese eine ganze Schar von Störchen – es werden an die 50 Stück gewesen sein. Gleich am Anfang des Ortes liegt auf der linken Seite ein Campingplatz. Er ist wunderschön angelegt. Ein älteres Ehepaar betreut Platz und Gäste sehr rührig.

77. Tag Samstag, 25. Juli 2009

Abfahrt: Pieniezno, 9:45 Uhr
Ankunft: Frombork, 10:30 Uhr
Tageskilometer: 40
Route: Str. 507, Pieniezno – Braniewo
Str. 504, Braniewo - Frombork
Besichtigungen Frombork
Übernachtung: Frombork, Campingplatz
Wetter: sonnig, 25 Grad

Gerne wären wir noch in Pieniezno auf dem Campingplatz geblieben. Leider gibt es dort einen Jagdhund, der frei herumläuft. Das wollten wir dem Hund und der Gima nicht antun.

Wir fuhren in die Kopernikus-Stadt Frombork. In den letzten 4 Jahren hat sich hier viel verändert. Nun gibt es auch einen Bankomat – vergeblich versuchten wir 2005 in Frombork an Geld zu kommen. Nun ist Hauptsaison in Polen – der Ort ist sehr stark frequeniert. Mit Ausflugsschiffen kann man über das Haff zur Kurischen Nehrung.

78. Tag Sonntag, 26. Juli 2009

Abfahrt: Frombork, 8:30 Uhr
Ankunft: Torun, 14:15 Uhr
Tageskilometer: 221
Route: Str. 504, Frombork – Elblag
Str. 7, Elblag – Nowy Dwor Gdanski
Str. 55. Nowy Dwor Gdanski – Chelmno
E 1, Chelmno - Torun
Besichtigungen ---
Übernachtung: Torun, Camping
Wetter: bewölkt, Nieselregen, 22 Grad

Ein Fahrtag, wie man ihn sich vorstellt. Wir kamen schnell voran.

79. Tag Montag, 27. Juli 2009

Abfahrt: ---
Ankunft: ---
Tageskilometer: ---
Route: ---
Besichtigungen Torun, Altstadt
Übernachtung: Torun, Camping Tramp
Wetter: sonnig, 26 Grad

Torun ist eine Reise wert. In die Altstadt gingen wir morgens über die Brücke zu Fuß. Mittags waren wir schlauer und ließen uns von einem kleinen Boot über die Weichsel schippern.

Das kostete fast nichts und man hatte einen schönen Blick auf Torun. Im Schokoladenhaus tranken wir tolle Cocktails. Im Hotel 1231 aßen wir zu Mittag. Das Hotel liegt an der Stadtmauer und unter einem Turm standen Tische – eine schöne, romantische Idee. Der Mühlbach floß unter den Tischen hindurch. Durch Glasscheiben konnte man ihn beobachten.


80. Tag Dienstag, 28. Juli 2009

Abfahrt: Thorn, 8:15 Uhr
Ankunft: bei Forst, 16:45 Uhr
Tageskilometer: 395
Route: Str. 15, Thorn – Gniezno
Str. 5, Gniezno – Steszew
Str. 32, Steszew – Gubin
B 97 / 115, Gubin - Forst
Besichtigungen ---
Übernachtung: bei Forst, bei Camping Kuckuck auf dem Parkplatz davor
Wetter: 22 Grad leicht bewölkt

Viele, viele Baustellen waren auf der heutigen Strecke zu passieren. Bei Grünberg verprassten wir alle Polnischen Zlotys, die wir noch hatten – wir kauften Pfifferlinge und Blaubeeren. Leider waren einige Campingplätze in Polen geschlossen, die wir anfuhren. Die Hinweistafeln sind aber nie abgedeckt. Deshalb waren wir gezwungen, gleich nach Deutschland weiterzufahren. Wir fanden einen Stellplatz bei Bad Muskau. Am nächsten Morgen fuhren wir zeitig los Richtung Heimat, die wir am frühen Abend erreichten.

11592 Kilometer lang war unsere Reise. 80 Tage waren wir unterwegs. Wir sind gesund und ohne größere Probleme wieder zu Hause angekommen. Mit dem Einstellen in das Internet habe ich die Reise noch einmal Revue passieren lassen - es war eine richtig schöne Reise - auch wenn das Wetter nicht immer mitgespielt hat. Und nun ist mein Kopf frei um mich auf die nächste Reise vorzubereiten.

Für all die lieben Kommentare bedanke ich mich auf diesem Wege ganz herzlich. Allen Reisenden wünsche ich eine gute Reise, viele schöne Erlebnisse und ein gutes Nachhausekommen!

heidi

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Nordland 200 - , durchs Baltikum südwärts


69. Tag Freitag, 17. Juli 2009

Abfahrt: Tallinn, 9:00 Uhr
Ankunft: Haapsalu, 15:00 Uhr
Tageskilometer: 225
Route: E 20, Tallinn – Jägala
Str. 13, Jägala – Anija
Str. 12, Anija – Kose
Örtliche, Kose – Krej
Str. 2, Krej – Jüri
Str. 11, Jüri - Saue
Str. 4/9 Saue - Haapsalu
Besichtigungen Kehra
Übernachtung: Haapsalu, Camping Piksene
Wetter: sonnig, 27 Grad

Aus Tallinn kamen wir nach einigen Umwegen. In Kehra wandelten wir auf den Spuren der kleinen Elvira. Kehra wird meist von Russen bewohnt. Der Ort selbst ist sehr runtergekommen. Auf dem kleinen Dorfplatz fand ein Markt statt. Wir fotografierten fleißig und hoffen nun, dass Elvira ihre frühere Heimat wiedererkennt. Anschließend sind wir nach Haapsalu gefahren. Auf dem Camping Piksene quartierten wir uns ein. Die Hitze bereitete mir wieder Kopfschmerzen, weshalb ich für den Rest des Tages flachgelegen bin.

70. und 71. Tag Samstag, 18. Juli und Sonntag 19. Juli 2009

Abfahrt: ---
Ankunft: ---
Tageskilometer: ---
Route: ---
Besichtigungen Haapsalu
Übernachtung: Haapsalu, Camping Piskese
Wetter: sonnig, 28 Grad

Heute machten wir uns schon bald zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt von Haapsalu. Wir kamen von der Hauptstraße zum Schloßplatz. Entlang des Aafrika Rand und der Promenade ging es dann ins Café Müüriääre. Das nostalgische Café ist ein kleiner Ruhepool für die Augen. Es gab viel zu sehen. Haapsalu hat schon einen sehr morbiden Charme. Unser nächstes Ziel war die Promenade, die gerade eine große Baustelle war. Das Kurhaus und die in der näheren Umgebung liegenden Häuser standen leer. In Haapsalu gibt es einige Badehäuser und Heilstätten im prächtigen Architekturstil des frühen 19. Jahrhunderts. Bereits die Romanows, das berühmte russische Zarengeschlecht, reisten mit Vorliebe aus Sankt Petersburg an, um sich vom anstrengenden Regieren zu erholen.

Den Rückweg nahmen wir über den alten Bahnhof. Hier ist das Estnische Eisenbahnmuseum untergebracht.

Im rechten Flügel der Eingang zum Eisenbahnmuseum.Dieses hat sich weit über die Grenzen der Stadt hinaus einen Namen gemacht; ein wahres Schmuckstück. Es handelt sich um einen Bahnhof aus dem Jahr 1907, der extra für die russische Zarenfamilie, besagte Romanows, erbaut wurde. Das Bahnhofsgebäude gilt nicht nur im Baltikum als eines der schönsten seiner Art.
214 Meter lang ist der überdachte Bahnsteig. Schade, dass der Bahnhof stillgelegt ist. Was könnte man daraus alles machen?

Am Sonntag erholten wir uns auf dem Campingplatz - das musste einfach mal sein!


72. Tag Montag, 20. Juli 2009

Abfahrt: Haapsalu, 9:00 Uhr
Ankunft: Lembazu, 14:00 Uhr
Tageskilometer: 237
Route: Str. 31, Haapsalu – Laiküla
Str. 10, Laiküla – Lihula
Str. 60, Lihula – Pärnu
E 67/Str. 4, Pärnu – Ikla
E67/Str. 1, Ikla – Lembazu
Örtliche, Via Baltica - Campingplatz
Besichtigungen ---
Übernachtung: Lembazu, Camping Laucu
Wetter: sonnig, 26 Grad

Gestern Abend hatte es noch stark geregnet. Die ganze Nacht war dann Ruhe. Erst am Morgen gab es einen kleinen Schauer. Bis Pärnu war der Himmel bedeckt. Auf der Strecke von Haapsalu nach Pärnu sichtete ich einen Luchs und einen Rehbock. Franz meinte noch kurz zuvor, wir würden in Estland gar kein Wild sehen. In Pärnu kauften wir noch einmal frisches Obst und Gemüse und beantworteten E-mails. Als wir aus dem Einkaufszentrum kamen, war der Himmel schon fast wieder blau. Die Grenze von Estland nach Lettland passierten wir ohne jede Kontrolle. Wir sind halt in der EU. In Lettland fanden wir einen schönen Campingplatz in der Nähe von Lembazu. Er liegt weit versteckt im Wald ganz nahe der Ostsee.


Wie es weiter Richtung Süden geht, gibts in der nächsten Folge.

heidi

Montag, 7. Dezember 2009

Nordland 2009 - Durch Finnland Richtung Süden

62. Tag Freitag, 10. Juli 2009

Abfahrt: Seskarö, 9:15 Uhr
Ankunft: Siniselkä, 14:00 Uhr
Tageskilometer: 212
Route: örtliche Seskarö – zur E 4
E 4, - Haparanda
Str. 4/E 75, Tornio – Liminka
Str. 86 Liminka - Siniselkä
Besichtigungen ---
Übernachtung: Siniselkä, Stellplatz am Badesee beim Rastplatz
Wetter: sonnig, 25 Grad

Letzte Nacht hatte es stark geregnet. Bei dem Anblick der düsteren Wolken, dachten wir nicht, dass es heute so einen schönen sonnigen Tag geben wird. Wir sind diese Wärme überhaupt nicht mehr gewöhnt. Die Sommerkleidung kam schon lange nicht mehr aus dem Schrank. In Haparanda deckten wir uns für alle Schwedischen Kronen die wir noch hatten mit Lebensmitteln ein. Viele Leute aus Finnland kauften hier auch ihre Lebensmittel. In Schweden kosten Lebensmittel weniger als in Finnland. Vor drei Jahren war das noch ganz anders. Wir leisteten uns ein gegrilltes Hähnchen, das wir zu Mittag in Finnland „vernichteten“. Ganz zur Freude unserer Katze. Auf der Schnellstraße fuhren wir bis Liminka. Das Gebiet um Kemi und Oulu ist sehr stark befahren, da industriell sehr genutzt. Dann bogen wir auf die Str. 86 ab und fanden einen wunderschönen Stellplatz für die Nacht an einem Badesee.
Franz ging im See baden. Der See war zwar nicht allzu warm, da es in Finnland bisher eher kühl war. Franz fand das Bad sehr erfrischend – es gefiel ihm. Als ich nach einer schönen Standbucht suchte, erschrak ich sehr, als eine kleine Schlange erschreckt davonschlängelte. Ich denke, es war eine Ringelnatter, die sich im Sand gesonnt hatte. Wie es so ist, hatte ich wieder mal keinen Fotoapparat dabei.


63. und 64. Tag Samstag, 11. Juli 2009 und Sonntag, 12. Juli 2009

Abfahrt: Siniselkä, 8:30 Uhr
Ankunft: Evijärvi, 15:15 Uhr
Tageskilometer: 210
Route: Str. 86, Siniselkä – Kaustinnen
Str. 63, Kaustinnen - Evijärvi
Besichtigungen Ylivieska, alte Brücke und Ort
Übernachtung: Evijärvi, Camping
Wetter: sonnig, 24 Grad – Samstag
Regnerisch, 20 Grad - Sonntag

Richtig sommerlich warm ist es heute. Wir fuhren durch landwirtschaftliches Gebiet. Die Waldweidenröschen ließen die Straßenränder und Wiesen in leuchtendem Pink erstrahlen. In Ylivieska besichtigten wir die alte Brücke.
Bei einem Ortsspaziergang stellten wir fest, dass einige Geschäfte Sommerpause haben. Auch wenn man durch die Orte fuhr, wirkte alles leer und unbewohnt. Wir sind in der Hauptferienzeit in Finnland unterwegs. Viele Menschen sind mit ihren Wohnmobilen/-wagen unterwegs und verbringen die schönste Zeit des Jahres in ihren Mökkis. Als wir in Evijärvi am Campingplatz ankamen, war gerade die Prämierung der besten Angler des Fischfestivals statt. Einige große Hechte bekamen wir zu Gesicht.
Später holte uns Maija zu sich nach Hause ab. Es war einige schöne Stunden. Maija hat einen wunderschönen Garten in Traumlage über dem See. Da kann ich nun verstehen, dass sie am liebsten zu Hause ist.

65. Tag Montag, 13. Juli 2009

Abfahrt: Evijärvi, 8:45 Uhr
Ankunft: Kärkistensalmi, 14:30 Uhr
Tageskilometer: 251
Route: Str. 751, Evijärvi – Räyrinki
Str. 750, Räyrinki – Perrakka
Örtliche, Perrakka – Kreuzung
Str. 13, - Jyveskylä
Str. 9, Jyveskylä – Korpilahti
Str. 610, Korpilahti - Karkistensalmi
Besichtigungen Jyväskylä, Hafen
Übernachtung: Kärkistensalmi, Parkplatz an der Brücke
Wetter: saumässig, 16 Grad

Wieder Regen – nichts Neues!!! Langsam schlägt das saumässige Wetter auf das Gemüt. Wieder nichts neben der Straße zu bestaunen. An der Brücke von Kärkistensalmi gäbe es ein schönes Fotomotiv. Nur nicht bei diesem Wetter. Im Café an der Brücke erledigten wir unsere E-mails, da es Wifi gibt. Vom Café aus kann man auf die Plattform im See sehen. Was für ein Anblick. Bei Sonnenschein würde uns nichts drinnen halten. Wir übernachten auf dem Parkplatz gleich nebenan. Vielleicht scheint ja noch die Sonne bis morgen früh, dann könnten wir vielleicht doch noch ein paar schöne Fotos erhaschen.


66. Tag Dienstag, 14. Juli 2009

Abfahrt: Kärkistensalmi, 8:45 Uhr
Ankunft: Hollola kk., 14:00 Uhr
Tageskilometer: 159
Route: Str. 610, Kärkistensalmi – Tammijärvi
Str. 612, Tammijärvi – Sysmä
Str. 314, Sysmä – Asikkala
Str. 24, Asikalla – Hillilä
Str. 317, Hillilä – Viitaila
Str. 3173, viitaila – Hatsina
Str. 3161, Hatsina – Hollola kk.
Besichtigungen Pulkilanharju, Väkksy-Kanal, Hollola Kirche und Atelier
Übernachtung: Hollola kk.
Wetter: sonnig, 21 Grad

Der blaue Himmel spitzt morgens schon wieder aus den Wolken. Franz fotografierte noch die Brücke bevor wir Richtung Landrücken fahren. In Sysmä kauften wir ein, dann war es soweit. Der Pulkkilanharju ist unser Lieblingslandrücken.

Er ist noch nicht so überlaufen wie der Punkaharju. Eine Schautafel zeigt am Rastplatz beim Päjänne-Nationalpark die Entstehung dieses Landrückens. Nicht weit davon entfernt liegt die nächste Sehenswürdigkeit.

Der Kanal von Vääksy. Nachdem wir die Schleusung durch den Kanal beobachtet hatten, zogen wir weiter gen Süden nach Hollola.

In Hollola bestichtigten wir die schöne Kirche. Ein Atelier zog unsere Blicke auf den schönen Garten und das schöne Haus mit der einzigartigen Veranda.


67. Tag Mittwoch, 15. Juli 2009

Abfahrt: Hollola, 9:00 Uhr
Ankunft: Porvoo, 11:00 Uhr
Tageskilometer: 98
Route: Str. 2951, Hollola kk - Lahti
Str. 140, Lahti – Mäntsälä
Str. 55 (alte Str.)Mäntsälä - Porvoo
Besichtigungen Mäntsälä, Porvoo
Übernachtung: Porvoo, Parkplatz vor dem Bahnhof
Wetter: sonnig, 26 Grad

Heute fand ein finnischer Sommertag statt, so wie wir ihn kennen. In Lahti betankten wir das Wohnmobil, in Mäntsäla buchten wir die Fähre Helsinki – Tallinn. Nun ist unsere Reise durch Skandinavien beendet – ein wenig Wehmut macht sich breit. In Porvoo war Shopping angesagt. Vor fast sieben Wochen war es noch richtig leer in den Gassen – heute in der Ferienzeit war der Ort schon deutlich mehr besucht. Viele schöne Geschäfte waren wieder zu bestaunen.


68. Tag Donnerstag, 16. Juli 2009

Abfahrt: Porvoo, 8:00 Uhr
Ankunft: Tallinn, 15:00 Uhr
Tageskilometer: 62
Route: A7, Porvoo – Helsinki
Fähre Helsinki – Tallinn, Viking-Linie
Besichtigungen ---
Essen: Mittagessen, Fähre
Einkaufen: Tallinn, Rimi am Hafen
Entsorgung: Tallinn, Marina-Camping
Übernachtung: Tallinn, Marina-Camping
Wetter: sonnig, 29 Grad

Heute haben wir wieder Finnland verlassen. Schon ein ganz eigenartiges Gefühl, wenn man weiß, dass man in den nächsten Jahren nicht nach Skandinavien kommt. Die Fähre der Viking-Line brachte uns um 11:30 Uhr nach Tallinn, wo wir um 14:00 Uhr pünktlich eintrafen. Nach dem Geldbesorgen fuhren wir auf den Marine-Camping, der sehr gut besucht ist. Weiter geht es durch das Baltikum Richtung Heimat. Mehr davon im nächsten Post.

heidi

Sonntag, 6. Dezember 2009

Nordland 2009 - Von den Lofoten nach Haparanda

58. Tag Montag, 06. Juli 2009

Abfahrt: Sommarset, 9:00 Uhr
Ankunft: Fauske, 13:00 Uhr
Tageskilometer: 127
Route: E 6, Sommarset - Fauske
Besichtigungen Fauske
Übernachtung: Fauske, Parkplatz bei der Entsorgung
Wetter: sonnig, 21 Grad

In der Nacht war es etwas laut auf unserem Parkplatz an der E 6. In Innhavet schrubbte Franz das Wohnmobil. Die letzten Postkarten wurden noch auf die Reise geschickt. Entlang der E 6 fährt man durch ziemlich viele Tunnel. Aber es gibt immer wieder schöne Ausblicke auf Fjorde und Berge. Mittags kamen wir in Fauske an. Bei Rema bunkerten wir noch die nötigen Lebensmittel für den nächsten Tag. Morgen wollen wir weiter nach Schweden. Bei Rema entdeckte ich ein Preisschild für Holländische Tomaten. Das Kilo kostet 229 Nkr (26,32 Euro). Für uns natürlich viel zu teuer.

59. Tag Dienstag, 07. Juli 2009

Abfahrt: Fauske, 9:00 Uhr
Ankunft: Nordanäs (SE), 17:00 Uhr
Tageskilometer: 288
Route: E6, Fauske – Junkerdalen
RV 77, Junkerdalen – Riksgränse
Str. 95, Riksgränse - Nordanäs
Besichtigungen Junkerdalen
Übernachtung: Norsjön, Parkplatz
Wetter: wechselhaft, 18 Grad

Gestern Nachmittag hat ein Seeadler vor unseren Augen ein Möwenküken geraubt. Ein unwahrscheinlicher Vogellärm war am Himmel zu hören. Ein Einheimischer rief Oerne. Ich war im Wohnmobil, wusste aber sofort, dass ein Adler gemeint war. Die Digicamera schnell gepackt und ab nach Draußen. In der Eile konnte ich zwar keine Bildeinstellung vornehmen, aber dennoch habe ich ganz brauchbare Fotos geschossen.

In der Nacht nieselte es wieder. Der Platz vor der Entsorgungsstation füllte sich im Laufe des Abends. Heute verließen wir Norwegen durch das Junkerdalen. Am Anfang des Tales führt die Strecke bei 10 % Steigung ins Tal. Dann geht es gemächlich immer weiter bergauf. Der Scheitel ist bei ca. 900 m erreicht. Die „Silberstraße“ ist nicht allzu sehr befahren. Wir sind dankbar dafür. Denn auf den Lofoten und auf der E 6 war mächtig was los. Von erholsamer Fahrt keine Spur mehr. Am Östansjö gibt es einen schönen Naturparkplatz. Dort findet man viele Elckköttel. Den Elch bekamen wir allerdings nicht zu Gesicht. Arjeplog war unser nächstes Ziel. Der Ort ist schnell durchlaufen. Ein Stück weiter auf der Str. 95 wies ein Schild auf einen „Loppis“ hin. Wir erstanden schöne Birkendosen für ganz wenig Geld. Kurz bevor es auf den Inlandsvegen geht, fanden wir einen schönen Parkplatz am See für die Nacht.


60. Tag Mittwoch, 08. Juli 2009

Abfahrt: Nordasnäs, 9:00 Uhr
Ankunft: Seskarö, 16:00 Uhr
Tageskilometer: 313
Route: Str. 95, Nordasnäs – Arvidsjaur
Str. 94, Arvidsjaur – Äntnäs
E 4, Äntnäs – Nähe Haparanda
Örtliche nach Seskarö
Besichtigungen ---
Übernachtung: Seskarö, Campingplatz
Wetter: vormittags Schauer, nachmittags Sonne, 20 Grad

Heute stand noch die Entscheidung an, ob wir in Schweden Richtung Süden fahren oder ob wir wieder Richtung Finnland und dann über das Baltikum und Polen nach Hause fahren. In Arvidsjaur besorgten wir noch einige frische Lebensmittel und Getränke. Dann kam die Entscheidung. Wir fahren wieder über Finnland weiter. Es ging quer durch Schweden bis zur E 4 nahe Lulea.

Die E 4 ist als Schnellstraße ausgebaut, wir kamen zügig voran. Kurz vor Haparanda entschieden wir uns, noch einen Campingplatz in Schweden aufzusuchen, um am nächsten Tag in Tornio unsere Schwedenkronen in Euros zu tauschen. Welch ein Glück, diese Entscheidung getroffen zu haben. Der Campingplatz liegt direkt am Bottnischen Meerbusen auf einer kleinen Insel. Jetzt wäre es noch schön, wenn das Wetter mitspielen würde. Dann bleiben wir einen Tag länger, um die Ruhe und die schöne Umgebung zu genießen.


61. Tag Donnerstag, 09. Juli 2009

Abfahrt: ---
Ankunft: ---
Tageskilometer: ---
Route: ---
Besichtigungen ---
Übernachtung: Seskarö, Strandcamping
Wetter: sonnig, 21 Grad, nachts Starkregen

Heute war Putz- und Ruhetag. Ein Platznachbar aus Finnland heizte seinen Grill vor dem Wohnwagen an. Als die Kohle heiß genug war, trug er den Grill in den Wohnwagen. Der Wohnwagen war vollkommen verdunkelt, keine Fenster geöffnet. In unserem Wohnmobil hatten wir zu dieser Zeit 24 Grad. Vielleicht wollte der Finne den Grill als Saunoofen benutzen?

In der nächsten Folge geht es durch Finnland Richtung Süden

heidi

Dienstag, 24. November 2009

Nordland 2009 - Lofoten II

55. Tag Freitag, 03. Juli 2009

Abfahrt: Raftsund, 9:00 Uhr
Ankunft: Rystad, 16:00 Uhr
Tageskilometer: 134
Route: E 10, Raftsund – Fiskeböl
Nordumfahrung über Laukvik nach Sildpollen
E 10 Sildpollen – Gimsöystraumenbrücke
Örtliche Gimsöystraumenbrücke – Brenna
örtliche Brenna - Rystad
Besichtigungen Nordteil von Austvagöy, Laukvik Messe
Svolvaer
Übernachtung: Rystad am Gimsöystraumen
Wetter: sonnig, 20 Grad

Letzte Nacht hatten wir Wind. Unter der Brücke war es jedoch sehr ruhig. Gegen 0:30 Uhr fuhr das Postschiff gegen Norden durch den Sund. Es war die Finnmarken. Als wir morgens losfuhren, war der Himmel noch bedeckt, die Sonne wärmte aber immer wieder durch die vorhandenen Wolkenlöcher. Bis Fiskebøl passierten wir zwei Tunnels, wovon einer unter dem Sløverfjorden führte. Wir bogen in Fiskebøl ab, um an der Nordkante nach Sildpollen zu fahren. In Fiskebøl entdeckten wir „Seekühe“ am Strand.
Weiter ging die Fahrt – jetzt bei herrlichem Sonnenschein – entlang des Morfjorden. Am Fjordende entdeckten wir eine große Schar von Eiderenten. Der Blick über den Fjord zu den Vesteralen war atemberaubend schön.
Nun passierten wir eine 11,5 km lange Baustelle. Es war gar nicht schlimm, es war eine Schotterstraße. Der Grunnførfjorden zeigte sich uns in allen Blau- und Türkisschattierungen. In Laukvik wurde gerade zur „Messe“ hergerichtet. Sonst gab es aber nichts sehenswertes, deshalb beschlossen wir uns, die Mittagspause auf dem Rastplatz bei Sildpollen zu verbringen. Franz versuchte es mit dem Angeln. Er hatte zwei kleine Seelachse am Haken, die er wieder in die Freiheit ließ – mit den Worten: „Schickt mal euren Vater vorbei“! Am frühen Nachmittag fuhren wir nach Svolvaer. Im Hauptort der Lofoten war sehr viel los. Da es so warm war, im Ort hatte es 24 Grad, waren alle „Draußencafés“ sehr gut besucht. Nach dem Einkauf fürs Wochenende fuhren wir weiter nach Brenna. Unterwegs sahen wir am Himmel eine eigenartige Wolkenformation.
In Brenna gibt es einige Stellplätze für Wohnmobile am Meer. Leider waren sie schon belegt. Auf dem Rückweg zur Gimsøystraumenbrücke, entdeckten wir einen sehr schönen und ruhigen Stellplatz bei Rystad. Der Abend ist gesichert.

56. Tag Samstag, 04. Juli 2009

Abfahrt: Rystad, 9:30 Uhr
Ankunft: A, 16:30 Uhr
Tageskilometer: 132
Route: örtliche, Rystad – Gimsöystraumenbrücke
E 10, Gimsöystraumenbrücke – Sundklakk
RV 817, Sundklakk – Leknes
E 10, Leknes - A
Besichtigungen Vestvagöy, Sund Schmied und Museum, Reine, A
Übernachtung: A
Wetter: sonnig, 22 Grad sehr windig

Letzte Nacht erlebten wir die Mitternachtssonne hautnah.

Es war sehr stürmisch. Einige Leute kamen mit dem Auto auf den Parkplatz, um die Mitternachtssonne zu fotografieren. Als wir morgens aufwachten, war es immer noch stürmisch und der Himmel war bedeckt. Kein guter Start in einen schönen sonnigen Samstag. Wir passierten die Gimsöystraumenbrücke und Gimsöy. Nach der Sundklakkbrücke bogen wir auf den RV 817, der über Stamsund an der südlichen Küste Vestvagøys nach Leknes führt. In Brustrand machten wir bei der Lofotstua Halt. Die Lofotstua wurde nach einem Brand im letzten November ganz neu aufgebaut. Ein schöner Aufenthaltsort an einem so trüben Tag. Weiter gings nach Stamsund. Da war gar nichts los, nur einige Leute kauften im hiesigen Supermarkt ihre Lebensmittel fürs Wochenende ein. Immer noch im „Trüben“ gings durch den Nappstraumentunnel nach Flakstad. Am Strand standen viele Wohnmobile. Das Meer war durch den Sturm ziemlich aufgewühlt.

In Sund besuchten wir das Museum und den Schmied. Ein wirklich sehenswertes Museum für alle Technikinteressierten.

Als wir Richtung A losfuhren, klarte es auf. Reine konnten wir bei herrlichstem Sonnenschein fotografieren. Ein Kitsch-Foto dieses schönsten Ortes Norwegens ist ein Muss.

Auf neu ausgebauter Straße gings nach A. Dieser letze Ort auf den Lofoten hat es uns angetan. Wir erlebten ihn immer bei schönem Wetter.

Die Aussicht vom Parkplatz zu den Inseln Mosken, Vaerøy und Røst ist einmalig.

57. Tag Sonntag, 05. Juli 2009

Abfahrt: A, 9:00 Uhr
Ankunft: E 6 bei Sommarset, 19:00 Uhr
Tageskilometer: 194
Route: E 10, A – Svolvaer
Fähre Svolvaer – Skutvik
RV 81, Skutvik – Ulsvag
E 6, Ulsvag – bei Sommarset
Besichtigungen Lovoten, Nordseite Vestvagøy
Übernachtung: E 6, Parkplatz bei Sommarset
Wetter: wechselhaft , 20 Grad, sehr windig

Den starken Wind hat man auf dem Parkplatz von A nicht so gemerkt. Beim Aufstehen schien noch die Sonne vom blauen Himmel. Schon eine Stunde später kamen die Wolken. Es nieselte sogar auf der Fahrt nach Svolvaer.

Am Hafen angekommen, hatten wir noch 4 Stunden Zeit bis zum Auslaufen der Fähre nach Skutvik. Der Himmel riss wieder auf, die Sonne brannte aufs Womo, es wurde wieder richtig warm. Die Überfahrt mit der Fähre gestaltete sich trotz der aufgewühlten See als harmlos. Auf Skrova fand heute das Fischfestival statt. Zelte und eine Hüpfburg waren vor dem Hafen aufgebaut. In Skutvik angekommen fuhren wir gleich zur E 6. Bei Sommarset fanden wir einen Übernachtungsplatz an der E 6.

Liebe Grüße

heidi

Sonntag, 22. November 2009

Nordland 2009 - Von Sommaröy zu den Lofoten

Vor vier Jahren waren wir hier auch schon für einige Tage und hatten sehr gute Erinnerungen an die sonnigen Tage am blauen Nordmeer. Wir fuhren also durch den „Untergrund“ Tromsø`s Richtung Kvaløya. In Eidkjosen bogen wir auf die RV 862 Richtung Sommarøy ab. Die Straße hat eine neue Bezeichnung bekommen. Früher führte der RV 862 im Osten Kvaløyas nach Sommarøy. Heute fährt man im Westen der Insel erst durch eine schöne Fjelllandschaft und dann an dunkelblauen Fjorden entlang.
Eine schmale Brücke verbindet Kvaløya mit Sommarøy. Die Insel liegt 69 km außerhalb des Zentrums von Tromsø. Der Parkplatz am kleinen Sandstrand war für uns ganz alleine da. Vor vier Jahren waren noch einige Wohnmobilianer auf diesem Platz.
Ganz spät am Abend hat Franz noch einen Dorsch und einen Seelachs geangelt. Die Mitternachtssonne konnten wir heute wieder mal von der 1. Reihe aus genießen.

51. Tag Montag, 29. Juni 2009

Abfahrt: Sommarøy, 10:45 Uhr
Ankunft: Gratangsbotn, 17:00 Uhr
Tageskilometer: 237
Route: RV 862, Sommarøy – Larseng
Fähre, Larseng – Vikran
RV 858, Vikran – Sørkjosen
E 6, Sørkjosen - Gratangsbotn
Besichtigungen Straumsfjord, Balsfjord, Gratangsbotn
Übernachtung: Gratangsboten, bei der Entsorgungsstation
Wetter: sonnig, 23 Grad

Nachdem wir letzte Nacht noch ausgiebig die Mitternachtssonne genossen haben, sind wir heute erst später aufgestanden. Um 3:30 Uhr in der Nacht schien die Sonne gleisend ins Wohnmobil. Im Fjord reflektierte das Licht. Wir konnten uns erst nicht entscheiden, ob wir die Fähre nach Senja oder nach Vikran nehmen sollten. Auf Senja führte fast jede unserer Nordlandreisen, aber die Strecke von Vikran zur E 6 kannten wir noch nicht. Die Sonne schien so warm vom Himmel, kein Wind war zu spüren. Da heizt sich so ein Womo auch ganz schnell auf, wie wir beim Warten auf die Fähre feststellen konnten. Der RV 358 war ein ganzes Stück Schotterstraße, die vielleicht nach den Sommerferien fertiggestellt wird. An den Hängen entlang des Fjordes waren sehr schöne Holzhäuser zu sehen. Wir konnten auch einige Kühe auf der Weide sehen. Die Wiesen sind noch voll mit bunten Wiesenblumen – kein grünes Allerlei. Als wir die E 6 erreichten, staunten wir über die wenigen Wohnmobile, die uns entgegenkamen. Und wenn wir mal welche sahen, so waren es Norweger oder Finnen. Einige Franzosen sind auch unterwegs. In Gratangsboten kannten wir den Platz an der Entsorgungsstation und fuhren diesen an. Es dauerte nicht lange, da gesellten sich Franzosen zu uns.

52. Tag Dienstag, 30. Juni 2009

Abfahrt: Gratangsbotn, 8:00 Uhr
Ankunft: Børvagan, 17:00 Uhr
Tageskilometer: 237
Route: RV 825, Gratangsbotn – Tjeldsundbrua
E 10, Tjeldsundbrua – Gullfjordbotn
RV 85, Gullfjordbotn - Austpollen
Örtliche, Austpollen – Sigerfjord
RV 85, Sigerfjord – Sortland
RV 82, Sortland – Risøyhamn
Örtliche, Risøyhamn - Børvagan
Besichtigungen Tjeldsund, Hinnøya, Andøya
Übernachtung: Børvagan, Rastplatz am Atlantik
Wetter: sonnig, 25 Grad

In Gratangsbotn an unserem Stellplatz bot sich heute ein anderes Bild als gestern. Die Flut hat den Fjord mit reichlich Wasser gefüllt. Die roten Ferienhäuschen am gegenüberliegenden Ufer spiegelten sich im Fjord. Wir fuhren wieder bald los. Endlos lange schien die Fahrt entlang des Gratangen. Rechterhand konnten wir lange Senja und Harstadt ausmachen. Die Sonne zauberte Südseefeeling hinzu. An der Tjeldsundbrua genossen wir Kaffee und Waffeln mit Gejtoast. Entlang der E 10, die über Hinnøyas Süden führt, konnten wir schöne Blicke über den Tjeldsund erhaschen. Wir verließen die E 10 bei Gullesfjordbotn um nach Andøya weiterzufahren. Seit die E 10 direkt ohne Fährverbindung zu den Lofoten führt, sind die Vesteralen wie abgeschnitten. Ein Prospekt an der Tjeldsundbrua beschreibt nur noch die Lofoten. Wie schade. Die Vesteralen haben ihren ganz eigenen Reiz und sind wunderschön. Vielleicht nicht ganz so spektakulär wie die Lofoten, aber dafür sind sie nicht so von Touristen überlaufen. Den Tunnel nach Sortland benutzten wir nicht, dafür nahmen wie die schöne alte E 10 durch Sigerfjord. Im Ort waren sehr schöne Häuser zu bestaunen. In manchem Garten blühten Kornblumen und karminroter Mohn. Die Farben der Blumen scheinen intensiver als in unseren Breiten. Sortland ließen wir links liegen und bogen auf den RV 82 nach Risøyhamn ab. An der Außenkante Andøyas fanden wir einen herrlichen Standplatz mit Blick auf den Atlantik und Langøya für die Nacht. Später gesellte sich eine Frau mit ihrem körperbehinderten Begleiter ein. Das Wohnmobil scheint behindertengerecht ausgebaut zu sein. Eine extrabreite Eingangstür weißt darauf hin. Die Frau muss ihren Begleiter sehr lieben, denn auf solch großer Fahrt trägt sie die ganze Last alleine.

53. Tag Mittwoch, 01. Juli 2009

Abfahrt: Børvagan, 9:15 Uhr
Ankunft: Sortland, 16:00 Uhr
Tageskilometer: 144
Route: örtliche, Børvagan – Andenes
RV 82, Andenes - Sortland
Besichtigungen Andenes
Übernachtung: Sortland, Parkplatz Citynähe
Wetter: Regen, 12 Grad

Heute gibt es zur Abwechslung mal wieder Regenwetter. In Andenes haben wir in der Zeitung die Vorschau für die nächsten 4 Tage gesehen. Und die verheißt bestes Sonnenwetter ab Freitag. Mal sehen, ob die Wetterfrösche in Norwegen Recht behalten. In Andenes nutzten wir den grauen Tag für Einkäufe. In der Bakkeri Jul. Nilsens kauften wir Brot und in dem schönen Café genehmigten wir uns Café und Kuchen. Die Verkäuferin war auch sehr freundlich. Franz wollte im Ort fotografieren gehen. Er kam bald wieder lachend zurück und meinte, ich solle die schönen Fotos mal ansehen. Ganze drei Fotos hat er gemacht. Im Ort hat Franz nichts mehr Fotogenes gefunden. Und außerdem regnete es. Wir fuhren wieder gen Süden. Dieses mal auf der Ostseite Andøyas. Es war eh egal, denn sehen konnte man außer Regen nichts. Wir beschlossen nach Sortland zu fahren um mal zu sehen, was sich in den letzten acht Jahren so alles getan hat. Und es hat sich eine ganze Menge „getan“. Es gibt schöne Einkaufszentren ganz nach dem neuesten Konzept. Viele kleine Läden unter einem Dach. Und die sind nicht wie bei uns üblich in Reih´ und Glied angeordnet, sondern auf verschiedenen Ebenen in verschiedenen Gängen. Sogar alte Gebäudeteile sind in dem großen Zentrum integriert. Uns hat es sehr gut gefallen. So kann man auch mal einen Regentag gut nutzen. Schau´mer mal was morgen ist.

54. Tag Donnerstag, 02. Juli 2009

Abfahrt: Sortland, 10:00 Uhr
Ankunft: Raftsund, 15:30 Uhr
Tageskilometer: 204
Route: RV 820, Sortland – Krakberget
RV 820, Krakberget – Frøskeland
Örtliche, Frøskeland – Skagen
RV 82, Skagen – Sortland
RV 85, Sortland – Gullesfjordbotn
E 10, Gullesfjordbotn - Raftsund
Besichtigungen Westseite Langøyas, neue E 10
Übernachtung: Raftsund
Wetter: sonnig, 18 Grad

Bei Sonnenschein zieht es uns in die Natur. Bevor wir Sortland verließen, erledigten wir noch E-mails im Skipsgarden. Dort gibt es Wifi. Man kann es sich ganz bequem machen auf den weichen Sofas in den Sitzecken. Um 10 Uhr gings dann los. Wir fuhren über Jennestad zum Eidsfjorden. Irgendwie haben wir die Abfahrt verpasst und merkten dies erst so Richtig nach dem großen Tunnel von Ryggedalen. In Kraberget wendeten wir und fuhren zurück bis Frøskeland. Wir bogen rechts ab und kamen zum Eidsfjorden. Welch eine bezaubernde Landschaft bot sich uns. Der Fjord lag ruhig da. Immer wieder zwischen Birken versteckt entdeckten wir Sommerhäuser der Norweger. Im Fjord lagen ihre Boote. Ganz besonders schön gestaltete sich die Fahrt an der Südspitze. Ein grandioser Ausblick auf die Lofotenkette bot sich uns. Die Insel Hadsel lag uns gegenüber. Von Sandnes aus gab es ein Postkartenpanorama. Die Hadselbrücke im Vordergrund und im Hintergrund über dem Sortlandsund die schneebedeckten Berge von Hinnøya. Kurz vor Ankunft in Sortland kam uns das Postschiff entgegen. Schnell noch fotografiert und festgehalten. Nach der Kaffeepause fuhren wir zurück zur E 10. In Gullfjordbotn beginnt das neue Stück dieser Europastraße. Man durchfährt erst ein schönes unbesiedeltes Tal, bevor es in einen 6,4 km langen Tunnel geht. Am øksfjorden führen Brücken und kürzere Tunnels zum Raftsund. Über den Raftsund führt eine Brücke. Wir fuhren auf einen Parkplatz an der Brücke. Wusste ich doch, dass die Schiffe der Hurtigrute durch den Raftsund fahren. Und so nah erlebt man so ein „Traumschiff“ nicht oft. Eigentlich hatte ich gedacht, das nächste Schiff kommt erst nach Mitternacht. Falsch. Die „Kong Harald“, die ich bei Sortland fotografierte passierte den schmalen Sund. Die Schiffe der Hurtigrute fahren immer durch den Raftsund. Vom Raftsund geht der schmale Trollfjorden ab – auf jeder Reise mit der Hurtigrute eine Hauptattraktion.

Leider kann ich Euch nur einen kleinen Teil der vielen Fotos zeigen, die auf dieser phantastischen Reise entstanden sind (5000). Die Entscheidung, welche Fotos hochzuladen sind, fällt sehr, sehr schwer. Die Lofoteneindrücke zeige ich Euch im nächsten Post.
Liebe Grüße
heidi

Dienstag, 17. November 2009

Nordland 2009 - Vom Sörstraumen nach Tromsö

49. Tag, Samstag, 27. Juni 2009

Abfahrt: Sørstraumen, 9:15 Uhr
Ankunft: Skibotn, 17:30 Uhr
Tageskilometer: 242
Route: E 6, Sørstraumen – Langsletta
RV 866, Langsletta – Skjervøy – Langsletta
E 6, Langsletta - Skibotn
Besichtigungen Skjervøy
Übernachtung: Skibotn, Parkplatz vor dem Trollcafé
Wetter: bewölkt, 12 Grad

Nach dem schönen sonnigen Tag gestern, hatten wir heute mal wieder alles in grau. Die Nacht auf dem Stellplatz war ruhig. Wir passierten die Baumgrenze und hatten schließlich das Kvænangsfjell erklommen.

Im Nordosten reichte der Blick bis zu gleißenden Haube des Øksfjordjøkel, daneben schimmerte das Eismeer. In der Tiefe faszinierte ein Halbkreis aus schwarzen Felswänden. Richtung Süden erstreckt sich ein weites Kahlfjell. Dann erreicht man Nordreisa, ein kleines Städtchen in der Mündungsebene des Reisaelvs in den Reisafjord.
Etwa 30 km hinter Nordreise bogen wir wieder nach Norden ab Richtung Skjervøy. Die schöne Strecke erst entlang des Rotsundes und dann entlang des Reisafjorden. Bald wird ein Tunnel erreicht, der 95 u. M. auf die Insel Skjervøy führt. Nach erreichen einer schmalen Brücke über den Skattøyrsundet hat man bald das Städtchen Skjervøy erreicht. Hier legen auch die Schiffe der Hurtigrute an.

Heute fand ein Sommermarkt statt. Wir staunten nicht schlecht, was für eine Menschenansammlung dort herrschte. Es schien, als kamen nicht nur aus nächster Umgebung die Leute zum Kaufen und Schauen. Auf dem Parkplatz am Hafen haben wir die Dorsche von gestern gebraten. Das war ein leckeres Menü. Nach dem Kaffeetrinken ging es wieder zurück zur E 6 und dann weiter gen Süden immer entlang des Lyngenfjordes. Nichts zu sehen von einer kobaltblauen Wasserfläche – das Wasser war sehr aufgewühlt und sah unfreundlich grau aus. Auf der Lyngenhalbinsel sah man zwischen den grauen Bergriesen Gletscher blitzen. In Skibotn besuchten wir das Trollcafè. Die Besitzer sind Deutsche. Schon öfters haben wir die beiden besucht und dort Kaffee getrunken. Lange erzählten wir uns. Sie genehmigten uns auch den Stellplatz für die Nacht vor dem Café. Franz wollte angeln gehen, der Wind und die Kälte hinderten ihn allerdings an seinem Vorhaben.

50. Tag Sonntag, 28. Juni 2009

Abfahrt: Skibotn, 9:00 Uhr
Ankunft: Sommarøy, 14:00 Uhr
Tageskilometer: 179
Route: E 6, Skibotn – Nordkjosbotn
E 8, Nordkjosbotn – Tromsø
RV 862, Tromsø - Sommarøy
Besichtigungen Tromsø
Übernachtung: Sommarøy, Parkplatz vor der Brücke
Wetter: sonnig, 15 Grad

Obwohl es am Lyngenfjord nicht gerade nach schönem Wetter aussah, entschlossen wir uns, doch nach Tromsø zu fahren. Die Lyngsalpen zeigten sich wolkenverhangen. Die E 6 wird hier als „Nordlysveien“ bezeichnet. In Nordkjosboten bogen wir auf die E 8 ab. Das erste Teilstück ist neu ausgebaut und führt oberhalb der Dörfer am Hang entlang. Diese Position bietet schöne Ausblicke auf den Balsfjorden.

Über die Brücke gelangt man in das Zentrum der Stadt. In Tromsø fanden wir gleich einen Parkplatz an der Brücke.

Da Sonntag ist, war er kostenlos. Viele Touristen waren im Ort zu sehen..

Roald Amundsen ist ein Museum gewidmet.

Auf der anderen Fjordseite steht die Eismeerkathedrale. Sie ist weithin sichtbar.

Am Hafen steht das Walfänger-Denkmal. An Werktagen findet hier ein Markt statt. Gleich in der Nähe gab es immer Reker und fangfrischen Fisch zu kaufen.

Die Stadt am Eismeer hat ein neues Rathaus.

In der Verglasung des Rathauses spiegelt sich die Tromsö-Kirche.

Leider waren hier ansonsten die Bürgersteige hochgeklappt. Wir hätten gerne Reker gekauft oder in einem Restaurant gegessen, das war leider nicht möglich. Der Fischladen hatte geschlossen und die Restaurants öffneten erst um 14 Uhr
So lange wollten wir dann doch nicht warten, denn das schöne Wetter lockte uns nach Sommarøy.

Von den Traumstränden der Insel berichte ich im nächsten Post.

Liebe Grüße

Heidi