Freitag, 30. April 2010

Batalha und Fatima

76. Tag Freitag, 12. März 2010

Abfahrt: Obidos, 9:00 Uhr
Ankunft: Fatima, 14:15 Uhr
Kilometer: 78
Route: Obidos – Alcobaca – Batalha - Fatima
Besichtigungen: Batalha, Convento
Übernachtung: Koordinaten: -8.67120, 39.63398
Wetter: sonnig, 19 Grad, kalter Wind

Das war heute schon der vierte Sonnentag in Folge. Wann haben wir das zuletzt gehabt? Bei solch schönem Wetter macht es eine Freude durch das schöne Portugal zu fahren. Unsere erste Station war heute Batalha.
Der kleine Ort entstand um das Dominikanerkloster herum. Das Kloster verdankt seine Gründung einem Versprechen des Königs vor einer bedeutenden Schlacht. Mit Hilfe einer Elite britischer Bogenschützen konnte am 15. August 1385 der Feind in der Ebene von Aljubarrota entscheidend geschlagen werden. Portugal war gerettet, und damit begann eine 200 Jahre lang andauernde Hochblüte des Landes. Zwei Jahre später wurde der Grundstein des Klosters Santa Maria da Vitória, heute nur noch unter dem Namen Batalha (Schlacht) bekannt, angelegt. Sechs Könige haben bis 1557 daran gebaut, und dennoch ist das Kloster nicht vollendet worden.
Man betritt das Kirchenschiff durch das mit 90 Figuren geschmückte Westportal.

Der Grundriss ähnelt einem Schlüssel: Den Bart bildet rechts die Gründerkapelle, den Ring am anderen Ende die Unvollendeten Kapellen.

In der Gründerkapelle befindet sich u. a. auch das Grab Heinrich des Seefahrers (1394 - 1460).

Es liegt unter einem gotischen Baldachin mit dem eingemeißelten Spruch Talent de bien faire. (Tu Gutes!). Die Unvollendeten Kapellen kann man nur von außen erreichen. Es sind die Barbarakapelle, Kapelle der Rosenkranzmadonna, Kapelle der weinenden Jungfrau und die Michaelskapelle. Der erste Kreuzgang, zeigt vollendeten Manuelismus,

im Brunnenpavillon ist arabischer Einfluss unverkennbar.



Viele, viele Fotos entstanden bei unserem Rundgang. Der manuelinische Baustil wurde ausschließlich in Portugal geprägt. Dieser Stil verbindet spätgotische und orientalische Elemente, wie Pflanzen und exotische Tiere mit Elementen der Seefahrt, wie Ankern und Seilen. Für mich Romantikerin ist es der schönste Baustil überhaupt.

Fátima bietet kunsthistorisch kaum etwas. Der moderne Wallfahrtsort entstand, nachdem 1917 drei Hirtenkinder eine Erscheinung der Muttergottes hatten. Am 13. Mai 1928 wurde der Grundstein für die neubarocke Kathedrale gelegt.
Der Vorplatz ist doppelt so groß, wie der Petersplatz in Rom. Es befindet sich auf dem Gelände der Parkplätze ein eigens für Wohnmobile geschaffener Bereich. Die meisten kommen nicht wegen des Heiligtums, sondern eher wegen des kostenlosen Stellplatzes hierher. Wie wir erfahren haben, soll der Papst an Ostern Fatima einen Besuch abstatten.


Weiter gings nach Westen, nach .....!
Bis dahin
heidi

1 Kommentar:

  1. Liebe Heidi,
    herzlichen Dank für Deinen lieben Kommentar zu meinem Häkeltäschen, ich freu' mich sehr, dass es Dir gefällt...

    mir gefällt Deine Reisegeschichte sehr, die wunderschönen Fotos entlocken mir aaa's und ooo's... ich bin fasziniert von diesem Baustil, ich danke Dir sehr für diese Eindrücke...
    und schicke Dir viele liebe Mai-Grüne-Grüße nach Bayern
    Traudi

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